Montag, 28. Juni 2021

Bund am Brunnen - 1. Mose 21


Beerscheba: Abgesichertes Vertrauen

Abimelech verstand sich offenbar gut mit Abraham. Aber er hatte auch Angst. Gott hatte ihm persönlich gezeigt, dass er zu Abraham steht. 
Er  wollte daher sichergehen, dass die Truppe, die da in seinem Land gastierte loyal blieb. Denn bei der Befreiung Lots hatte Abraham bewiesen, dass er auch militärisch nicht zu unterschätzen war. In unserer Zeit könnte man ihn vielleicht auch einen Warlord nennen.

Kleine Reibereien

Wo Abimelech schon mal da war, nutzte Abraham die Gelegenheit sich darüber zu beschweren, dass Abimelechs Leute ihm die Kontrolle über einen seiner Brunnen entrissen hatten. Dabei bleibt er freundlich und bietet ein Geschenk an, das an den Bund erinnern soll. Wahrscheinlich war der Konflikt auch Abimelech nicht entgangen, auch wenn er sich ahnungslos gab. Dafür, dass es einen regelmäßigen Austausch der beiden gab, spricht, dass er darauf hinwies dass er es ihm bislang noch nicht mitgeteilt hatte.  Offenbar hatte Abraham aber auch kein Interesse daran, den Konflikt militärisch auszutragen.

Kontrastprogramm zur heutigen Art mit Konflikten umzugehen

Die Art, wie die Beiden mit ihren Sorgen und Konflikten umgingen wäre sicher auch heute noch hilfreich. So manche Krise zwischen Staaten wäre leichter zu lösen, wenn man nicht ein sofortiges Nachgeben der anderen Seite erwarten würde, sondern auf die Gelegenheit warten würde Konflikte anzusprechen.
Dass Abimelech seinen Heerführer dabei hatte zeigte ja auch, dass er sich Sorgen über eine Eskalation des Konfliktes machte. Abraham bleibt besonnen und deeskaliert. Er gibt Abimelech die Gelegenheit ein Friedenszeichen anzunehmen und ohne Gesichtsverlust den Brunnen zurückzugeben. 

Danach kehrt auch für Abraham eine gewisse Ruhe ein und er fühlt sich lange im Herrschaftsbereich Abimelechs wohl.


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