Sonntag, 25. Juli 2021

Der Frieden mit Esau - 1. Mose 33

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Sukkot: Ein erster Ruhepunkt

Jakpob sah dem Treffen mit seinem Bruder mit größter Spannung entgegen. Schließlich hatte der ja auch eine Privatarmee bei sich.
Aber als es dann soweit war, hat beide doch die Rührung übermannt und es wurde recht harmonisch. Esau wollte Jakob begleiten, oder ihn mindestens durch seine kleine Armee auf dem Weg beschützen. Aber Jakob hatte nicht vor, nach dem Frieden zu Esau zu ziehen.
Es war gut, dass die Verhältnisse jetzt geregelt waren, aber zu nahe wollte man sich dann offenbar doch auch nicht kommen. Auch Esau reiste zügig wieder ab.
Jakob zog dann weiter und fand ein Landstück auf dem er sesshaft werden wollte. Er nannte es Sukkot. Der Begriff ist heute noch durch das Laubhüttenfest geläufig. Die Siedlung selbst gibt es nicht mehr. 

Versöhnung scheint oft unmöglich und läuft dann besser als gedacht

Die Bibel baut vor dem Aufeinandertreffen der Brüder richtig Spannung auf. Da ist der Treck Jakobs, der aufgeteilt wird und Esau in kleinen Gruppen entgegenkommt. Auf der anderen Seite der Warlord Esau, der seinem Bruder mit einer kleinen Armee begegnen wird. Alles ist bis aufs Äußerste gespannt und dann entlädt sich die Spannung in einer Umarmung und Tränen. Alle sind froh, dass es so ausgegangen ist.
Esau, der seinen Bruder umbringen wollte bot jetzt sogar seinen Schutz an.

Ich finde es ist heute oft genau so. Bevor ich mich mit jemand aussöhnte, war oft eine große Spannung da. Wie wird der andere reagieren? Wird er die Entschuldigung annehmen?  Nicht immer klappt das, aber diese Begegnungen haben immer auch ein Signal an den Konflikt gesendet. Er konnte zumindest nicht ungebremst weiterlaufen. 
Ob der Andere meine Entschuldigung annimmt oder nicht, habe ich nicht in der Hand und es ist nicht meine Sache. Der Aufwand, die Versöhnung zu suchen, hat sich aber immer gelohnt.

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