Dienstag, 24. August 2021

Andacht zur Tageslosung am 24.8.2021

Ein kleiner Abstecher

Da wir gerade auf Gemeindefreizeit sind, habe ich die Tageslosung für den heutigen Tag als Andachtsthema bearbeitet. Hier also ein paar kurze Gedanken zu einem Satz aus dem Buch Daniel. Bibeltext: Daniel 7,14

Seine Macht ist ewig und vergeht nicht und sein Reich hat kein Ende. Daniel 7,14

Eine verstörende Vision. Wie ein böser Traum. Die Erde wird von schrecklichen Wesen beherrscht. Sie sind sehr mächtig und verleihen diese Macht weiter. Drei Großmächte verschwinden zugunsten einer neuen, gerisseneren Macht. Sie vernichtet die Gläubigen und führt gotteslästerliche Reden. Die ganze Welt ist voll davon. Der Visionär möchte sich am liebsten die Augen und Ohren zuhalten, als sein Blick auf eine andere Macht gelenkt wird. Sie nimmt in einem Gerichtssaal Platz. Das Treiben der Tiere endet.

Ein weiterer Akteur tritt auf. Auf den Wolken des Himmels kommt der Menschensohn in die Szene. Er bekommt die Herrschaft und Macht verliehen. Alle werden ihn anbeten und ihm dienen. Er wird ewig herrschen.

Ich kann verstehen, dass Daniel kreidebleich war. Und auch für uns ist diese Vorstellung, dass die Gläubigen bekämpft und vernichtet werden vor dem Frühstück sehr unangenehm. Für viele Glaubensgeschwister in aller Welt ist es aber heute und jetzt schon Realität.

Der Bericht wäre noch schwerer auszuhalten, wenn es bei dem Treiben der Tiere blieb. Aber sie dürfen nur begrenzte Zeit wirken. Eine Zeit sind im Buch Daniel sieben Jahre[i]. Trotzdem kommt man, legt man diesen Wert zugrunde, auf 24,5 Jahre. Ich finde, das ist sehr lange, wenn man im Feuer steht. Erst dann kommt das Gericht und der Menschensohn vor dem sich alle Knie beugen werden. Erst dann wird die Szene heller.

Und gerade jetzt, vor dem Frühstück, tut es uns gut, wenn wir uns auf diesen Teil der Beschreibung konzentrieren. Dass Jesus regieren wird. Allen Tieren und gotteslästerlichen Reden zum Trotz. Allen Anfeindungen der Gegner Gottes zum Trotz. Es werden sich alle Knie beugen[ii]. Auch die seiner Gegner.

Und wir, die wir an seine Auferstehung glauben und daran, dass er lebt, dürfen uns heute und zu jeder Zeit an ihn wenden. Denn unsere Gebete werden gehört. Sie sind nicht ins Nichts gesprochen. Wir können heute schon zu ihm aufblicken und uns die Szene vorstellen, wie er auf den Wolkenwagen fährt und Gerechtigkeit herstellt.

Aber wir wissen auch um seine Nahbarkeit und um seine Liebe zu jedem Einzelnen. Deswegen können wir zu ihm schauen und auf ihn vertrauen.  



[i] https://www.bibelkommentare.de/lexikon/1838/siebzig-jahrwochen-daniels

[ii] Jesaja 45,23

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