Montag, 2. August 2021

Eine eingebildete Petze - 1. Mose 37

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Die Tora WaJeschew Kapitel 37
Bibeltext: 1. Mose 37

Dotan: Showdown unter Brüdern

Manchmal wäre es besser, den Mund zu halten. So würde man Josef heute raten. Aber der hatte ein großes Sendungs-bewußtsein und Träume, die es unterstützten. Schon immer hatte er dem Vater gepetzt, was gerade auf den Weiden vor sich ging. Auch diesmal, als er wieder ausgesandt wurde, würde es nicht anders sein. Doch es kam anders. Die letzten beiden Träume, die er seinen Brüdern erzählte brachten das Fass zum Überlaufen.
Da der Weg weiter war, als ursprünglich geplant, hatten die Brüder Zeit, ihn rechtzeitig zu bemerken und einen Plan zu schmieden, wie sie sich des lästigen Bruders entledigen könnten.
Die Runde war sich schnell einig. Josef musste weg. Nur Ruben wollte nicht richtig mitspielen. Aber er hatte die Idee, wie man ihn festsetzen könnte. Juda hatte die Idee, Josef an die Ismaeliter zu verkaufen.  Das tat man dann auch.
Rubens Rettungsplan war vereitelt worden. Offenbar hatte er vom Verkauf nichts mitbekommen. 

Trost heucheln für den  Vater

Jakob bekam eine besondere Szene vorgespielt. Das zerfetzte und in Blut getauchte Kleid Josefs sollte beweisen, dass Josef am Angriff eines Tieres gestorben war.
Die abschließende Tröstungsszene finde ich im Bezug auf die Söhne besonders seltsam. Sie wussten ja, was passierte und mussten ihre Trauer heucheln.
Ich glaube, wenn so jemand einen tröstet, dann funktioniert das nicht. Man merkt das Schauspiel. Und wahrscheinlich hat sich auch Jakob deswegen nicht trösten lassen.




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