Donnerstag, 30. Dezember 2021

Die Einsetzung der Priester und der regelmäßigen Opfer - 2. Mose 29

Altar in einer Kapelle in Schwäbisch Gmünd

Der Beginn des regelmäßigen Gottesdienstes

Mit dem Verfahren zur Einsetzung der Priester wird die Voraussetzung für den regelmäßigen Gottesdienst geschaffen. 
Das Ritual ist ziemlich grausam. Die Sünden der Einzusetzenden werden symbolisch auf mehrere Tiere übertragen, die dafür dann sterben müssen. 
Im Laufe der Zeremonie werden die Priester und ihre Kleidung mit dem für ihre Sünde vergossenen Blut in Berührung gebracht und dadurch geheiligt.
Sieben Tage lang leben die einzusetzenden Priester in der Gegenwart Gottes an der Stiftshütte und ernähren sich von den Sühneopfern, die dargebracht wurden.
Gleichzeitig wird auch die dauerhafte Versorgung der Priester geregelt, indem das Hebopfer bestimmt wird, das ihnen zusteht.
Dass regelmäßig Gottesdienste gefeiert werden können ist ein großer Fortschritt auf der Reise des Volkes zum eigenen Land. Der Kult wird zum Teil ihrer Identität als Volk Gottes werden.

Was hat mir der Text zu sagen?

Sünde ist keine Nebensächlichkeit. Sie hat ernste Konsequenzen. In der Regel ist dies der Tod des Sünders. Durch die Tieropfer schuf Gott eine Möglichkeit, den Menschen von der Folge der Sünde, dem Tod zu bewahren. Für uns mutet das grausam an. Es ist sehr viel Blut geflossen.
Heute ist dieser Opferkult beendet, obwohl die Nachkommen Aarons auf Weltzeit, das heißt bis heute, als Priester eingesetzt sind. Für das Volk Israel kam das Ende durch die Vertreibung in alle Welt unfreiwillig. 
Als Christ glaube ich, dass es aber auch nicht mehr nötig war, da Jesus das endgültige Opfer für die Sünden aller Menschen ist. Jeder, der sich dazu bekennt, indem er in Beziehung zu ihm tritt, kommt in den Genuss der Wirkung des Opfers. Seine Sünde wird vergeben und er wird den zweiten Tod, die ewige Trennung von Gott, nicht erleben müssen.


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