Sonntag, 6. Februar 2022

Die Diagnose von Aussatz - 3. Mose 13

Lizenz: wikimedia Commons

Sorgfältige Diagnose nötig

Aussatz zu bekommen, bedeutete damals, wie heute strenge Isolation vom Rest der Gesellschaft. Dies nicht nur für eine Dauer von 14 Tagen, wie bei Corona, sondern in der Regel für den Rest des Lebens.
Dies erforderte eine besondere Sorgfalt und Geduld bei der Diagnose, aber so bald diese gesichert war, auch die schnelle Absonderung des Betreffenden. Eine Familie konnte so innerhalb kürzester Zeit beispielsweise ohne Ernährer dastehen.
Kurze Zwischenerklärung: Auf unserem Bild, ist ein hellhäutiger Mensch abgebildet. Da erscheinen die Flecken rot. Bei einem dunkelhäutigen Menschen erscheinen die Geschwüre hell. (Siehe Wikipedia Artikel)   
Die Hautveränderungen mussten sorgfältig gegen andere Hautkrankheiten abgegrenzt werden. Die Aufgabe oblag den Priestern. Diese mussten sich die Zeit nehmen und unter Umständen mehrere Wochen beobachten. Die Stigmatisierung der Betroffenen war ein hartes Los für die ganze Familie. 

Was kann ich mitnehmen?

Es scheint etwas weit hergeholt, aber ich hatte beim Schreiben folgende Gedanken: Wir sind heute viel zu schnell fertig mit Urteilen. Andere Menschen werden aufgrund von Kleinigkeiten ausgegrenzt und fertig gemacht. Insbesondere in den sozialen Netzwerken. Da keinem Amt und keiner Institution mehr vertraut wird obliegt dies praktisch dem Mob und nicht ausgebildeten und integren Personen.
Für mich bedeute dies: Langsam sein mit (ver)-urteilen und dies nicht selbst übernehmen, sondern im Verdachtsfall kompetenten, integren, gut ausgebildeten Personen überlassen. In der Zwischenzeit immer mal wieder prüfen, ob ich mit meinem Eindruck nicht doch schief liege.

Gott hat mit diesen Vorschriften auch einen Schutz vor Fehlurteilen eingezogen.









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