Mittwoch, 16. Februar 2022

Richtlinien zum Umgang mit der Sexualität - 3. Mose 18

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Nicht überall, wo die Liebe hinfällt ist es gut so

In erster Linie werden in diesem Abschnitt sexuelle Beziehungen unter Blutsverwandten geregelt.  Es gibt heute viele gute medizinische Begründungen, die dafür sprechen, dass solche Beziehungen nicht eingegangen werden. Aber Gott hat noch andere Argumente.
Er sagt: "Es betrifft dich selbst, wenn du das tust." Jeder, der in einer Liebesbeziehung lebt kennt das Gefühl der Eifersucht. Auch den Wunsch, den Partner exklusiv für sich zu haben. Es ist ungut, wenn eine dritte Person in so eine Beziehung eintritt und den intimsten Bereich verletzt.
Auch wenn beispielsweise Schwestern sich einen Mann teilen müssen, tut das nicht gut. Ein prominentes Beispiel für so eine Situation ist Jakob, der zwei Schwestern heiratete und damit lebenslangen Streit in der Familie hatte. Beziehungen mit Blutsverwandten, auch mit Stiefkindern oder Eltern können niemanden glücklich machen. In vielen Ländern ist das verboten.
Das Kapitel richtet sich wohl an Männer. Frauen werden in diesen Dingen wohl eher nicht in der Form aktiv. Sie werden nur beim Sex mit Tieren angesprochen. Ist übrigens tabu.

Achtung vor Würde und Leben

Da Sexualität ein sehr starker Trieb ist, werden ab Vers 20 noch weitere Grenzen eingezogen. Beispielsweise Sex während der monatlichen Regel. Niemand findet sich in der Zeit besonders attraktiv. Deswegen soll ein Mann sich in der Zeit im Griff haben und die Würde der Frau, die er begehrt achten. Mir fällt da der Slogan "Wahre Liebe wartet" ein. Eine Initiative, die seinerzeit gegen vorehelichen Sex aktiv wurde. 

Auch die Besonderheit ehelicher Beziehungen hat einen hohen Wert. Niemand hat das Recht hier einzubrechen. Das steht auch in den zehn Geboten.

Und ganz besonders wichtig: Leben darf nicht den Wüstendämonen geopfert werden. Schon gar nicht das von Kindern.

Ist LGBT ok?

Besonders schwierig aus heutiger Sicht, vor allem wegen der Diskriminierungssituation ist der angesprochene Sex mit dem Männlichen in der Weise, wie er in heterosexuellen Beziehungen praktiziert wird. Vers 22 untersagt das klar und war wahrscheinlich deswegen bis in die 70er Jahre auch Teil des  deutschen Strafgesetzbuches. Gleichzeitig jagen sich Missbrauchsskandale, die gerade derartige Praktiken - noch dazu mit Minderjährigen - in Kirchenkreisen offenlegen. 
Also ich sage es jetzt mal so. Es ist klar, dass Gott das auch bei Freiwilligkeit nicht gerne sieht. Ich kann mir aber vorstellen, dass er durch das Blut Jesu im Einzelfall damit klarkommt.

Was kann ich mitnehmen?

Als Mann kenne ich das Problem, dass man(n) gerne haben will, was man(n) nicht bekommen soll. Der Umgang mit unseren Trieben ist hochkomplex. In der Regel helfen da keine Gebote oder Bibeltexte. Wenn die Hormone unterwegs sind, können oft erst im Nachgang die Scherben zusammengefegt werden. Das sind keineswegs angenehme Situationen. Ich habe da einige schlimme Szenen vor Augen.

Wahrscheinlich ist es das Beste, sich in solchen "Gefechtsituationen" selbst an Gott zu wenden und darum zu bitten, dass sie enden. Wer zu lange hinschaut, wie David auf Batseba bekommt sonst möglicherweise massive Probleme.

... noch was zur Pornofalle

Und da wir bei diesem Kapitel, das sich an Männer richtet ja "unter uns" sind, traue ich mich jetzt noch was zur Pornografie zu sagen: Zunächst scheint das ein "sauberer" Ausweg aus dem Dilemma zu sein. Hilft sie doch, die Sexualität in einen anderen Kanal abzulenken. Doch das Glück ist nicht von langer Dauer. Es schadet unseren Beziehungen und zerstört unsere Phantasie. Es verdirbt den Charakter und macht uns im realen Leben unfähig eine normale Beziehung zu führen. Mein Kampf an dieser Stelle dauert schon Jahre. Ihn nicht zu führen ist aber keine Lösung. 
Auf einem Glückskeks meines Sohnes stand einmal der weise Satz: "Wer nicht kämpft, kann nicht gewinnen" Erst habe ich über den "Blödsinn" gelacht, aber später gemerkt, dass es uns Männern auf den Sieg ankommt. Ohne Siege macht das Leben keinen Spaß. Also kämpfe! Ich kämpfe auch. Und ich merke, dass der, der hier Grenzen setzt bei dem Kampf an meiner Seite steht. Und deswegen kann ich - und kannst Du in diesem Kampf auch mit Sieg rechnen. 

Unabänderliche Prägung oder Eigenverantwortung

Das ist ein Feld, auf dem man sich in unserer Zeit, die zum Diskurs unfähig ist aufs Glatteis begibt. Aber wenn ich den Text richtig verstehe, dann hat man(n) schon einen Einfluss auf den Umgang mit der eigenen Sexualität und ist in der Lage bestimmte Beziehungen nicht zu leben. Auch wenn das schwerfällt. 

Ich persönlich denke jedenfalls: Die Diskriminierungswächter und Genderideologen haben nicht recht, wenn sie das sexuelle Wesen als reines Opfer seiner selbst sehen. Das trifft nur auf diejenigen zu, die keinen Siegeswillen haben und deswegen auch nicht kämpfen wollen. Wer kämpft, kann auch verlieren. In dem Fall geht es dann darum mit der Niederlage zu leben. Und speziell für diese Situationen denke ich, dass Gott dann auch seinen Beistand schenken wird. Was nicht geht ist, dass jemand für andere versucht den rechten Weg zu finden. z.B. Eltern für Kinder mit homosexuellen Neigungen. Der Mensch, der Gottes Willen tun will, muss diesen Willen zum Kampf selbst aufbringen. Dass dies möglich ist, traut uns Gott, diesem Text zufolge mindestens zu.









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