Mittwoch, 2. Februar 2022

Was auf den Teller kommt - 3. Mose 11

Schnitzel mit Pommes

Reine und unreine Tiere

In diesem Kapitel geht es um grundsätzliche Bestimmungen, welche Tiere  und Insekten für das Volk Gottes essbar sind und welche nicht.
Obwohl die Listen der essbaren Tiere relativ lang erscheinen, wirken die Listen der unreinen Tiere doch länger. 
Es geht nicht darum, darüber zu diskutieren, warum man dies oder jenes nicht essen darf. Im Prinzip reicht als Begründung, dass es Gott nicht will.
Damit tut sich der moderne Mensch schwer. Was auch schwer zu begreifen ist, ist dass Geschirr vernichtet und ein Herd abgerissen werden muss, wenn er beispielsweise mit einer toten Eidechse in Berührung kommt.

Hat es medizinische Gründe?

Ich denke, dass häufig ins Feld geführte medizinische Gründe, z.B. dass Schweinefleisch lagern in der Sonne etwas ungesundes hervorbringt nicht Grundlage dieser Vorschriften sind. Auch wenn im Einzelfall solche Gründe gefunden werden können. Es geht hier um eine geistliche Vorschrift. Die Israeliten sollen sich einfach daran halten, weil Gott es gesagt hat. Sie können und sollen darauf vertrauen, dass er ihnen trotz der verbotenen Speisen genug zu essen gibt.
Das in diesem Artikel abgebildete Essen ist für Juden jedenfalls tabu.

Was kann ich mitnehmen?

Da tue ich mir ehrlich gesagt etwas schwer. Für Menschen "aus den Völkern" hat Paulus diese Speisevorschriften gelockert, indem er sagte, dass man sich vom Erstickten, vom Blut, von Götzenopferfleisch und Unzucht fernhalten soll. (APG 15,20 und 29) Das fällt uns natürlich deutlich leichter als uns an das in diesem Kapitel Gesagte zu halten. Paulus hat dies aber sicher auch aus pragmatischen Gründen so gesagt. Es wird in vielen Ländern kein koscheres Essen verfügbar gewesen sein.

Was die Herstellung von Fleischersatzprodukten aus Insekten angeht, wird natürlich auch klar, dass Gott dies für sein Volk nicht vorgesehen hat. Allenfalls Heuschrecken wären möglich. Real werden aber bereits zahlreiche andere Insekten und Würmer verarbeitet.

Jedenfalls stellt mich als Nicht-Israeliten aber Nachfolger von Jesus dies auch vor die Entscheidung, was ich von dem, was bei uns auf dem Markt ist, essen will oder nicht. 






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