Dienstag, 3. Mai 2022

Der Feldzug gegen die Midianiter - 4. Mose 31


Bild von der Seite Godswarplan.org

Und wieder ein Völkermord

Dies ist wieder ein Kapitel, das schwer zu verstehen ist. Die Strafaktion gegen Midian dient nur dazu, den Bann an den Midianitern zu vollstrecken, was dann aber doch nicht vollständig passiert. 
Das Lager der Israeliten befindet sich offenbar viel weiter nördlich, in der Gegend von Jericho. 
Auch strategisch bringt es keinen Vorteil für den Einmarsch ins gelobte Land.
Offenbar wurden nicht alle vernichtet, denn später machen die Midianiter den Israeliten immer wieder einige Probleme. Darum geht es heute aber nicht.
Jedenfalls wurde ein furchtbares Blutbad angerichtet. Ein zweites unter den verschleppten Frauen.

Keine eigenen Verluste

Man mag es für Propaganda halten, aber offenbar kehrten alle Männer, die auszogen, wieder wohlbehalten zurück. Die Dankbarkeit dafür führt zu einer freiwilligen Abgabe von Kunstgegenständen aus Gold uns Silber zur Ehre Gottes.

Gerecht geteilte Beute

Die Kriegsbeute wird gerecht aufgeteilt. Auch die im Lager gebliebenen bekommen ihren Anteil. Ein Teil wird Gott geopfert und damit auch die Priesterschaft beteiligt. Wenn ich dem Kapitel was Positives abgewinnen kann, dann das. Wobei ich mich fragte, was mit den Frauen passierte, die Gott geopfert wurden. Wurden sie getötet, oder waren es Sklavinnen der Priester?

Was hat der Text mir zu sagen?

Vielleicht das, dass die Kriege nicht nur von denen gewonnen werden, die kämpfen, sondern auch von denen, die das eigene Lager schützen. Es gehört zusammen. Das gerechte Teilen der Beute ist insofern nur folgerichtig.

Wenn Gott mich im Kampf beschützt hat, dann darf ich ein Sühne-und Freudenopfer bringen. Denn kein Kampf geht ohne Sünde ab. Das ist meine persönliche Überzeugung. 











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